BRS News
Webinarreihe: KI und Tierwohl in der Milchviehhaltung
VDM - Künstliche Intelligenz gewinnt auch in der Milchviehhaltung zunehmend an Bedeutung. Das Innovationsteam Milch Hessen lädt zu einer zweiteiligen Webinarreihe ein, die sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen des KI-Einsatzes in der Tierhaltung beleuchtet.
Im Webinar KI und Tierwohl – Chancen" am 24. November 2026, 20:00 Uhr, erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über aktuelle KI-Anwendungen im Milchviehstall. Im Mittelpunkt stehen digitale Lösungen für das Gesundheitsmonitoring sowie praktische Erfahrungen eines Betriebs mit Digitalisierung und KI im Stallalltag.
Das Webinar KI und Tierwohl – Risiken und Herausforderungen" am 15. Dezember 2026, 20:00 Uhr, befasst sich mit den möglichen Auswirkungen von KI auf die Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. Vorgestellt werden aktuelle Forschungsergebnisse.
Stabile Klauen für die langlebige Milchkuh ohne Lahmheit
Am Mittwoch, den 4. November 2026, um 19:30 Uhr, wird Dr. Andrea Fiedler von der Akademie für Klauengesundheit und der Praxisgemeinschaft für Klauengesundheit in einem Online-Vortrag zum Thema Stabile Klauen für die langlebige Milchkuh – ein Leben ohne Lahmheit
die wichtigsten Aspekte der Klauenpflege und der Erhaltung der Klauengesundheit erläutern. Im Anschluss an den Vortrag bleibt ausreichend Zeit für Fragen und einen gemeinsamen Austausch. Die Veranstaltung findet online von 19:30 bis 22:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und für alle Interessierten offen. Eine Anmeldung ist bis zum 3. November 2026 erforderlich.
Mob Grazing als Weidestrategie im trockenheitsgefährdeten Ackerfutterbau
Trockenheit und Futtermangel stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Mob Grazing bietet einen alternativen Weideansatz, der besonders in dürregefährdeten Regionen interessant ist. Im Web-Seminar vom Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) am 20. Oktober 2026 von 18 bis 19:30 Uhr geben Antonia Beck (ehemals Gut Temmen) und Nils Zahn (HNEE) Einblicke in die praktische und wissenschaftliche Anwendung von Mob Grazing. Sie erläutern, wie die Weidestrategie funktioniert, welche Auswirkungen sie auf Tiere und Böden hat und welches Potenzial und welche Grenzen sie angesichts des Klimawandels bietet.
Tierhaltungskennzeichnungsgesetz soll erneut verschoben werden
Die Koalition plant, das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes auf den 1. Januar 2028 zu verschieben. Zuvor soll das Gesetz bis Oktober 2027 umfassend novelliert, an EU-Anforderungen angepasst und unter stärkerer Einbindung von Wissenschaft, Verbänden und Praxis überarbeitet werden.
Proteinmarkt: Ergebnisse der Futterroggensilage 2026
Futterroggen (Grünroggen) ist eine klassische Winterzwischenfrucht, die Ende September bis Anfang Oktober gedrillt wird. Der Erntezeitpunkt sollte zum Beginn des Ährenschiebens, also in einem Bereich zwischen 20-22 % Rohfaser liegen. Dies ist gewöhnlich Mitte April bis spätestens Ende April möglich. Der sehr frühe Erntezeitpunkt führt zu einer Entzerrung der Grünfutterernte, da nach der Ernte des Futterroggens die Ernte des Weidelgrases und danach die Ernte auf dem Dauergrünland erfolgen kann. Die abgeerntete Fläche kann anschließend für den Anbau von Zweitfruchtmais verwendet werden. Der Vorteil dieser Verfahrensweise liegt in einer hohen Produktivität der Fläche, Vermeidung von Stickstoffauswaschungen (Nitratgebiete!) und der allgemeinen Forderung nach Begrünung der Winterbrache. Ein weiterer Vorteil liegt in der starken Konkurrenz und damit Unterdrückung von Unkräutern. Aufgrund seines sehr schnellen Wasserwachstums können hohe Erträge erzielt werden
(50 – 70 dt/ha).
Stellenausschreibung einer Fachbereichs- und Referatsleitung am LAZBW
Beim Landwirtschaftlichen Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW) ist am Standort Aulendorf zum nächstmög-lichen Zeitpunkt die Stelle der Leitung des Fachbereichs 2 Management, Rinderzucht, Haltungssysteme
in Verbindung mit der Leitung des Referats 21 Rinderzucht, Leistungsprüfungen, Rindermast
(w/m/d) mit einer Beamtin/einem Beamten oder einer/einem Beschäftigten des höheren landwirt-schaftlichen Dienstes unbefristet zu besetzen.
Gemeinsam mehr Gewicht für die Schweinebranche
Zeitschrift SUS – Schweinezucht und Schweinemast
wird als Leitmedium der Schweinhalter weiter ausgebaut - Partnerschaft von BRS und LV wird um ISN erweitert
Die Zeitschrift SUS – Schweinezucht und Schweinemast
wird als unabhängiges, fachlich fundiertes und reichweitenstarkes Branchen- und Leitmedium weiterentwickelt, um die Schweinehalter in Deutschland künftig noch kompetenter und umfassender zu informieren und deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit noch klarer und fokussierter zu vertreten. Dazu holen sich der Bundesverband Rind und Schwein (BRS: Eigentümer der SUS) und der Landwirtschaftsverlag Münster (LV: Herausgeber der SUS) mit der Interessengemeinschaft der Schweinhalter Deutschlands (ISN) einen starken Kooperationspartner an Bord.
QS Qualität und Sicherheit feiert 25 jähriges Jubiläum
Die QS Qualität und Sicherheit GmbH hat am 13.10.2026 mit einer Jubiläumsveranstaltung im Kunstmuseum Bonn ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Vertreter:innen aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Handel, Wissenschaft und Politik würdigten die Entwicklung des QS-Systems, das seit seiner Gründung im Jahr 2001 für transparente und verlässliche Qualitätssicherung bei frischen Lebensmitteln steht. Ursprünglich als Antwort der Wirtschaft auf die BSE-Krise entstanden, hat sich QS innerhalb von 25 Jahren zur wichtigsten Branchenplattform für Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung in Deutschland entwickelt.
Stabile Nachfrage nach Schweinefleisch
SuS, Ausgabe 5.2026 - Der Schweinefleischkonsum in Deutschland zeigt sich stabiler, als manche Entwicklungen der vergangenen Jahre vermuten lassen. Zwar ist der Pro-Kopf-Verbrauch langfristig zurückgegangen, zuletzt hat er sich jedoch auf einem vergleichsweise konstanten Niveau eingependelt. 2025 wurden durchschnittlich 28,3 Kilogramm Schweinefleisch pro Person verzehrt. Damit bleibt Schweinefleisch mit einem Anteil von knapp 52 Prozent die wichtigste Fleischart in Deutschland. Auch der Blick auf das laufende Jahr stimmt zuversichtlich: Der endgültige Pro-Kopf-Verbrauch für 2026 wird zwar erst nach Jahresende feststehen. Die bisherigen Entwicklungen bei den Schweineschlachtungen deuten jedoch darauf hin, dass Schweinfleisch weiterhin ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan ist. Für die Schweinebranche ist das eine positive Nachricht!
Deutschland braucht einen neuen Zerlegeversuch
SuS, Ausgabe 5.2026 - Die gewebliche Zusammensetzung des Schweineschlachtkörpers bildet eine zentrale Datengrundlage für die Schlachtkörperbewertung, die Zucht und die Verarbeitung. Der letzte umfassende, repräsentative Zerlegeversuch liegt Jahre zurück. Seitdem haben sich Genetik, Fütterung, Zuchtziele und die Anforderungen der Fleischwirtschaft weiterentwickelt. Ob die bisherigen Daten die heutige Schweinepopulation noch ausreichend abbilden, ist daher eine berechtigte Frage. Ein neuer Zerlegeversuch würde aktuelle und belastbare Daten unteranderem über Fleisch, Fett, Knochen, Sehnen und Schwarte liefern. Diese Daten sind notwendig, um bestehende Klassifizierungs- und Schätzformeln zu überprüfen und an die heutige Schweinepopulation anzupassen.





