BRS News
Neue Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Alpenweideviehverkehr tritt 2026 in Kraft
Die Veterinärbehörden von Österreich, Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Italien haben eine neue Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Alpenweideviehverkehr (AWVV) beschlossen. Ziel ist es, den traditionellen Austausch von Weideflächen in den Alpen weiterhin zu ermöglichen und gleichzeitig hohe Standards im Tiergesundheitsschutz sicherzustellen.
Proteinmarkt: Wie beeinflussen kühlere Stalltemperaturen die Leistungen?
In der Praxis liegen die Stalltemperaturen häufig über den Empfehlungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. In einem Versuch im Transparenten Stall der LWK wurde untersucht, welchen Einfluss unterschiedliche Stalltemperaturen auf die Leistungen der Mastschweine haben.
Backhaus: Landwirtschaft braucht Planungssicherheit und Innovationsräume
Anlässlich des Landwirtschaftstages der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern in Linstow betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft und warnte vor weitreichenden Kürzungen der EU-Agrarförderung. Die Landwirtschaft steht derzeit unter erheblichem Druck: sinkende Erzeugerpreise, steigende Betriebsmittelkosten und gleichzeitig hohe Anforderungen beim Klima-, Umwelt- und Tierschutz
, sagte Backhaus. Gerade deshalb brauchen unsere Betriebe Planungssicherheit und Perspektiven für Investitionen.
Mit Blick auf die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und den nächsten EU-Finanzrahmen warnte der Minister vor massiven Einschnitten für Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit erhalten die landwirtschaftlichen Betriebe im Land rund 314 Millionen Euro Direktzahlungen aus der ersten Säule der GAP. Nach den aktuellen Vorschlägen der EU-Kommission stünden künftig jedoch nur noch etwa 151 Millionen Euro zur Verfügung – ein Rückgang von mehr als 50 Prozent.
Initiative Tierwohl: Ferkelfonds endet mit dem Jahr 2026
Die Initiative Tierwohl (ITW) hält am Ziel der Marktfinanzierung der Schweinehaltung – von der Sauenhaltung über die Ferkelaufzucht bis hin zur Mast – ab dem Jahr 2027 fest. Der Ferkelfonds endet wie geplant am 31.12.2026.
Die Rücknahme garantierter Preisaufschläge für Tierwohlleistungen und der Übergang zu einem Marktmodell waren zentrale Forderungen des Bundeskartellamts, das den Ferkelfonds zuletzt nur noch toleriert
hat. Das Ende des Ferkelfonds wurde mit den Branchenbeteiligten abgestimmt, beschlossen und seit August 2022 mehrfach entsprechend öffentlich angekündigt. Die bisherigen Aufpreisempfehlungen sollen weiterhin bestehen bleiben.
Wettbewerbszentrale veröffentlicht Leitfaden zur KI-Kennzeichnung
Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt den Alltag vieler Menschen. Werbetreibende haben ein effizientes Tool an die Hand bekommen, schnell und unkompliziert Werbeinhalte zu erzeugen. Aber welche Regeln gelten, wenn Unternehmen mit KI erzeugte Bilder oder Texte in Werbeanzeigen verwenden? Vor dem vollständigen Inkrafttreten der KI-Verordnung der EU am 02. August 2026 hat die Wettbewerbszentrale einen kostenfreien Leitfaden für Unternehmen veröffentlicht, der erläutert, worauf es bei der Verwendung KI-generierter Inhalte ankommt.
Kostenfreies Online-Seminar für Schweinehalter zu den Programme Frischluftstall und Auslauf in der Initiative Tierwohl
Die Initiative Tierwohl (ITW) bietet zukünftig neben dem bisherigen Programm für die Haltungsform Stufe 2 auch zwei weitere Programme für die Stufen 3 und 4 an. Ab März 2026 können sich u. a. Schweinemäster für die Programme Initiative Tierwohl Frischluftstall (Haltungsform Stufe 3) und Initiative Tierwohl Auslauf (Haltungsform Stufe 4) anmelden. Ein kostenfreies Live-Online-Seminar der QS-Akademie am 28. April 2026 von 14.00 - 15.30 Uhr informiert Schweinemäster, Bündler, Berater und Tierärzte über alle wichtigen Informationen zu dieser neuen Möglichkeit.
Informationen über Tierhaltung und Tierzucht auf der didacta
Vom 10. bis 14. März 2026 wird Köln mit der Bildungsmesse didacta
erneut zum Dreh- und Angelpunkt für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und den Bereich der Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland.
Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) wird sich auf dem Gemeinschaftsstand des i.m.a – information.medien.agrar e. V. unter dem Motto Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen
in Halle 8.1, Stand B-050/C-059, präsentieren. Mit seinen Informationsbroschüren und dem Unterrichtsbaustein bietet der BRS kompakt und verständlich aufbereitete Materialien, die sich unkompliziert in den Schulunterricht integrieren lassen. Auch der Förderverein Bioökonomieforschung e. V. (FBF) wird am Messestand des BRS seine Unterrichtsbausteine anbieten und den Besucherinnen und Besuchern für Gespräche zur Verfügung stehen.
Bereits im Jahr 2024 nahm der BRS am Gemeinschaftsstand der i.m.a agrar auf der Messe teil und freute sich über das rege Interesse der Besucherinnen und Besucher an den landwirtschaftlichen Themen. Wir möchten erreichen, dass Kinder und Jugendliche realistische Eindrücke von der Tierhaltung und Tierzucht in Deutschland gewinnen – weg von der lila Kuh
, erläutert Stephan Schneider, stellvertretender Geschäftsführer des BRS.
MSD-Webinar: "Fit für die Weide: Von Parasitenprävention bis digitales Herdenmonitoring"
Am Donnerstag, den 19.03.2026 von 19:00 – 20:00 Uhr lädt die MSD Tiergesundheit zum kostenlosen Webinar Fit für die Weide: Von Parasitenprävention bis digitales Herdenmonitoring
ein. Das Seminar erörtert Themen wie die wirksame Parasitenkontrolle sowie den Umgang mit aktuellen gesundheitlichen Herausforderungen und stellt das digitale Herdenmonitoring mit SenseHub vor.
Veröffentlichung der digitalen Checkliste der Kälberinitiative Niedersachsen 2.0 ("KiNi 2.0")
Das Herzstück der KiNi 2.0 (Laufzeit 01.01.-31.12.2025) war die Entwicklung und Erprobung einer digitalen, indikatorbasierten Checkliste, die eine objektive Bewertung der Kälberhaltung ermöglicht. Diese steht nun zur Nutzung zur Verfügung. Die Checkliste kann sowohl zur betrieblichen Eigenkontrolle als auch für Beratungs- und Behördenzwecke eingesetzt werden. Ein intuitives Ampelsystem erleichtert die Anwendung, während die digitale Erfassung eine direkte Auswertung ohne zusätzliche händische Übertragung ermöglicht. So können Managementanpassungen nachvollzogen, Entwicklungen dokumentiert und Betriebe miteinander verglichen werden.
LfL: DigiMilchPro folgt auf DigiMilch
Aufbauend auf die Strukturen des Experimentierfeldes DigiMilch geht jetzt das Projekt DigiMilchPro an den Start. DigiMilchPro ist ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) getragen. Das Vorhaben, zielt darauf ab, digitale Technologien, Künstliche Intelligenz und vernetzte Daten in der Milcherzeugung weiterzuentwickeln. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sowie mehreren Forschungspartnern und knüpft direkt an das vorherige Experimentierfeld DigiMilch
an, dessen Strukturen und Ergebnisse nun erweitert und vertieft werden. Ziel ist die Entwicklung praxisnaher digitaler Lösungen, die Effizienz, Tiergesundheit und das Management familiengeführter Milchviehbetriebe verbessern. DigiMilchPro wird bis September 2028 gefördert.





