BRS News
Landjugend zum geplanten Umbau der Agrarpolitik - Kontinuität statt neuer Experimente
Der Countdown läuft: 2027 endet der aktuelle Haushalt der Europäischen Union. Bereits jetzt werden der neue Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) und damit auch die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 verhandelt. Mit seiner aktuellen Stellungnahme bringt der Vorstand des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) die Perspektive junger Menschen aus ländlichen Regionen und der Landwirtschaft in die Debatte ein. Für uns steht vor allem die Verlässlichkeit der Agrarpolitik im Fokus
, sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende Leon Ranscht. Der BDL-Bundesvorstand hält die geplanten strukturellen Umbrüche für problematisch. Das betrifft die Grüne Architektur mit dem Farm-Stewardship-System und den Wegfall der zweiten Säule. Dabei haben sich die Rahmenbedingungen schon 2023 geändert. Viele Betriebe haben ihre Betriebsabläufe und Managemententscheidungen also gerade erst an die Konditionalität und GLÖZ angepasst. Um Investitionen langfristig planen zu können, brauchen Betriebe Kontinuität
, erläutert Ranscht.
Außerschulisches Lernen auf der Bildungsmesse „didacta“
Mit der Gemeinschaftsschau Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen
bereichert der i.m.a e.V. die didacta
in Köln, die am Dienstag, 10. März 2026, beginnt. Fünf Tage orientieren sich dann Lehrkräfte, Erzieher und anderes pädagogisches Fachpersonal auf der größten europäischen Bildungsmesse. Der i.m.a versammelt auf seiner Gemeinschaftsschau zwanzig Bildungspartner, die zur Landwirtschaft, Ernährungs- und Naturbildung eine Fülle an Lehr- und Lernmaterialien bereitstellen – viele kostenlos.
ZALF-Stellungnahme zur Wirtschaftlichkeit von Agri-Photovoltaik
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. hat eine aktuelle Stellungnahme zur Wirtschhaftlichkeit von Agri-Photovoltaik veröffentlicht.
Bundestag beschließt Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz
Der Deutsche Bundestag hat heute den von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorgelegten Gesetzentwurf zur Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz (BJagdG) beschlossen. Damit wird der Schutz von Weidetieren verbessert und der präventive Herdenschutz gestärkt. Durch die Gesetzesänderung können die Länder in Regionen mit hoher Wolfsdichte und günstigem Erhaltungszustand ein Bestandsmanagement einführen. Wo Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwinden, können sie rechtssicher entnommen werden. In Gebieten, in denen präventiver Herdenschutz unzumutbar ist – etwa in der alpinen Region – ist eine Entnahme zur Vermeidung von Weidetierrissen ebenfalls möglich.
Terminankündigung: AI Vets 2026
Vom 19. bis 21. Oktober 2026 findet die Veranstaltung AI Vets 2026 statt. Die internationale Tagung bringt Expertinnen und Experten aus der Tiermedizin sowie aus den Bereichen Rinder- und Schweineproduktion zusammen.
Klimaschutz mit Nebenwirkungen: Warum Deutschlands Schweinehaltung schrumpft
Die Landwirte in Deutschland arbeiten nach hohen Standards in den Bereichen Tierwohl, Umwelt- und Ressourcenschutz und müssen strenge Emissionsschutzauflagen einhalten. Diese hohen Standards und das gute Leistungsniveau der deutschen Landwirtschaft sind der Grund dafür, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei den Emissionen gut dasteht. So werden hierzulande pro Kilogramm erzeugtem Schweinefleisch durchschnittlich nur 11,2 kg CO₂-Äquivalent erzeugt – deutlich weniger als in den meisten anderen Ländern.
Neue Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Alpenweideviehverkehr tritt 2026 in Kraft
Die Veterinärbehörden von Österreich, Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Italien haben eine neue Vereinbarung zum grenzüberschreitenden Alpenweideviehverkehr (AWVV) beschlossen. Ziel ist es, den traditionellen Austausch von Weideflächen in den Alpen weiterhin zu ermöglichen und gleichzeitig hohe Standards im Tiergesundheitsschutz sicherzustellen.
Proteinmarkt: Wie beeinflussen kühlere Stalltemperaturen die Leistungen?
In der Praxis liegen die Stalltemperaturen häufig über den Empfehlungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. In einem Versuch im Transparenten Stall der LWK wurde untersucht, welchen Einfluss unterschiedliche Stalltemperaturen auf die Leistungen der Mastschweine haben.
Backhaus: Landwirtschaft braucht Planungssicherheit und Innovationsräume
Anlässlich des Landwirtschaftstages der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern in Linstow betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft und warnte vor weitreichenden Kürzungen der EU-Agrarförderung. Die Landwirtschaft steht derzeit unter erheblichem Druck: sinkende Erzeugerpreise, steigende Betriebsmittelkosten und gleichzeitig hohe Anforderungen beim Klima-, Umwelt- und Tierschutz
, sagte Backhaus. Gerade deshalb brauchen unsere Betriebe Planungssicherheit und Perspektiven für Investitionen.
Mit Blick auf die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und den nächsten EU-Finanzrahmen warnte der Minister vor massiven Einschnitten für Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit erhalten die landwirtschaftlichen Betriebe im Land rund 314 Millionen Euro Direktzahlungen aus der ersten Säule der GAP. Nach den aktuellen Vorschlägen der EU-Kommission stünden künftig jedoch nur noch etwa 151 Millionen Euro zur Verfügung – ein Rückgang von mehr als 50 Prozent.
Initiative Tierwohl: Ferkelfonds endet mit dem Jahr 2026
Die Initiative Tierwohl (ITW) hält am Ziel der Marktfinanzierung der Schweinehaltung – von der Sauenhaltung über die Ferkelaufzucht bis hin zur Mast – ab dem Jahr 2027 fest. Der Ferkelfonds endet wie geplant am 31.12.2026.
Die Rücknahme garantierter Preisaufschläge für Tierwohlleistungen und der Übergang zu einem Marktmodell waren zentrale Forderungen des Bundeskartellamts, das den Ferkelfonds zuletzt nur noch toleriert
hat. Das Ende des Ferkelfonds wurde mit den Branchenbeteiligten abgestimmt, beschlossen und seit August 2022 mehrfach entsprechend öffentlich angekündigt. Die bisherigen Aufpreisempfehlungen sollen weiterhin bestehen bleiben.





