BRS News
Fleischproduktion im Jahr 2025 nahezu unverändert
Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2025 mit 6,9 Millionen Tonnen Fleisch nahezu unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtbetriebe 2025 nach vorläufigen Ergebnissen 0,2 % oder 15 400 Tonnen weniger Fleisch als im Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 48,5 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 697,3 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Zuvor war die Fleischproduktion im Jahr 2024 erstmals seit 2016 wieder gestiegen. Im Jahr 2016 hatte sie mit 8,3 Millionen Tonnen Fleisch ihren bisherigen Höchststand erreicht. Im Vergleich dazu war die Schlachtmenge im Jahr 2025 um 17,0 % niedriger.
Blauzungenkrankheit: Handelsrestriktionszone in Hessen muss ausgeweitet werden
In einer Rinderhaltung im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz wurde am 9. Februar das Virus der Blauzungenkrankheit (BTV) vom Serotyp 8 nachgewiesen. Im Kreis Bergstraße gibt es zudem den ersten BTV8-Fall bei einem Rind in Hessen. Diesen hat das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales BTV-Referenzlabor dem Hessischen Landwirtschaftsministerium am 12. Februar bestätigt. Nach EU-Recht muss um den Ausbruchsbetrieb eine Sperrzone mit einem Mindestradius von 150 Kilometern ausgewiesen werden. Damit muss die bisher nur Südhessen und geringe Anteile von Mittelhessen umfassende Sperrzone, in der insbesondere Einschränkungen für die Verbringung von Rindern, Schafen und Ziegen gelten, bis in nordhessische Landkreise ausgedehnt werden. Das Hessische Landwirtschaftsministerium gibt eine Impfempfehlung für die Serotypen 3, 4 und 8.
Landvolk-Podcast zum Wolf mit neuer Folge
In der zweiten Folge der Landvolk-Podcast-Staffel zum Wolf diskutiert Moderatorin Wibke Langehenke mit Jörn Ehlers, Helmut Dammann-Tamke sowie Helmut Habermann über den Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen – und über die politischen Versäumnisse der vergangenen Jahre. Im Mittelpunkt steht das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement, das vor rund zehn Jahren gegründet wurde.
Ceva: Frischmelker-Management im Fokus
Ein neuer Artikel des Ceva-Blogs ruminant.ceva.pro weist darauf hin, dass ein gezieltes Frischmelker-Management einer der wichtigsten Hebel für Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit im Milchviehbetrieb ist. Der Beitrag legt dar, worauf es dabei besonders ankommt, wie kritische Stoffwechselprozesse ablaufen und wie Störungen frühzeitig erkannt und gezielt vermieden werden können.
Ceres Award 2026: Jetzt bewerben
agrarheute startet die Suche nach den Landwirtinnen und Landwirten des Jahres 2026. Die Bewerbung für den CERES AWARD 2026 ist ab sofort möglich. Ausgezeichnet werden Menschen, die auf Ihrem Betrieb wirtschaftlichen Erfolg mit Innovation, Umweltbewusstsein und nachhaltigem Handeln verbinden. Die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro, ein in dieser Höhe einmaliger Betrag in der deutschen Landwirtschaft. Die Siegerinnen und Sieger der sieben einzelnen Kategorien werden zudem jeweils mit 1.000 Euro ausgezeichnet. Der CERES AWARD wird in den sieben Kategorien Ackerbau, Energie, Geflügel, Junglandwirt/in, Rind, Schwein und Unternehmerin vergeben. Einer der Kategoriesieger erhält zudem die übergeordnete Auszeichnung Landwirt des Jahres
. Hinzu kommt 2026 erstmals der Sonderpreis der Initiative Tierwohl, der im Rahmen der Preisverleihung am 21. Oktober von der Initiative Tierwohl (ITW), einem Partner des CERES AWARD, vergeben wird. Der Sonderpreis ist mit 2.500 € dotiert. Die Bewerbung ist bis zum 31.03.2026 möglich.
KuhVision: Mehr als 1,5 Mio. weibliche Holsteins typisiert
Die Genotypisierung weiblicher Holsteins in Deutschland ist im Jahr 2016 mit dem Projekt KuhVision gestartet und hat nun einen neuen Meilenstein erreicht: Mit Stand am 20. Januar 2026 sind bereits über 1,5 Mio. weibliche Tiere auf RZG-Basis typisiert! Im August 2023 hatte die Zahl genotypisierter Tiere erstmals die Marke von 1 Mio. überschritten. Unter Berücksichtigung aller weiblichen und männlichen Tiere aus dem In- und Ausland, sind in der Genom-Datenbank
des vit inzwischen DNA-Informationen von mehr als 2 Mio. Holsteins gespeichert.
Neue ASP-Funde in NRW: Mögliche Auswirkungen auf Nordhessen
Wie in der Pressemitteilung vom 12.02.2026 des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat mitgeteilt wurde, kann ein neuer bestätigter Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im nordrhein-westfälischen Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) Auswirkungen auf angrenzende Regionen in Hessen haben.
milchtrends: Milch und Milchprodukte im flexitarischen Ernährungsmuster
Die Rolle von Fleisch und Milch verändert sich in westlichen Gesellschaften zunehmend. Gleichzeitig gewinnt eine Ernährungsweise, die Flexibilität über Konsequenz stellt, an Bedeutung: der Flexitarismus. Das Prinzip reduzieren statt verzichten
erlaubt es, Nachhaltigkeitsansprüche mit Genuss und Alltagstauglichkeit zu verbinden. Während intensiv darüber diskutiert wird, welche Auswirkungen der sinkende Fleischkonsum auf Märkte, Gastronomie und Produktinnovationen hat, bleibt eine Frage häufig unbeantwortet: Verändert sich mit dem Fleischverzicht automatisch auch der Umgang mit Milch und Milchprodukten?
Rapsschrot als Sojaschrotersatz in der Sauenfütterung
Forschende an der University of Manitoba und der University of Guelph haben gezeigt, dass Schweineproduzenten die Futterkosten deutlich senken können, wenn Rapsschrot anstelle von Sojaschrot als primäre Proteinquelle eingesetzt wird. Die Studie, die Zuchtsauen über zwei vollständige Produktionszyklen begleitete, bestätigte, dass hohe Gehalte an Rapsschrot weder die Wurfgröße, noch das Wachstum der Ferkel oder die Milchqualität beeinträchtigten. Während Zuchtsauen bei der Futterumstellung zunächst leichte metabolische Veränderungen zeigten, passten sie sich bis zum zweiten Zyklus erfolgreich an.
BMLEH mit neuer Struktur
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bekommt eine neue Struktur. Mit einer umfassenden Neuordnung will Bundesminister Rainer das Ministerium an klaren politischen Prioritäten ausrichten und die Weichen für eine effiziente und moderne Organisation stellen. Künftig werden die Politikbereiche und Aufgaben des Hauses in sieben statt bisher acht Abteilungen gebündelt. Die Neustrukturierung des BMLEH tritt zum 1. März in Kraft.





