BRS News
KTBL erstellt Leitfaden zur Bereitstellung von Biomethan
Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) startet in Kooperation mit dem Institut für Biogas, Kreislaufwirtschaft und Energie und dem Fachverband Biogas e.V. das Verbundvorhaben BIOKRAFT: Leitfaden sowie eine Online-Anwendung zur Produktion und Bereitstellung erneuerbarer Kraftstoffe als Geschäftsfeld für landwirtschaftliche Biogasanlagen. Das Verbundvorhaben soll Informationen über die Biomethanherstellung sowie die Produktion von trockenem und flüssigem Biogas auf den aktuellen Stand bringen. Einfließen sollen auch Ergebnisse aus Praxisprojekten sowie die aktuellen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für den Anlagenbetrieb. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermarktung von Biomethan. Ferner wird das KTBL auf der Basis der gesammelten Informationen ein technisch-ökonomisches Modell entwickeln und 2024 online zur Verfügung stellen. Gefördert wird das Projekt vom Bundeslandwirtschaftsministerium.
Kühe: Für die Zukunft gebaut
Heute schon an morgen denken: Familie Dau zeigt mit einem neu gebauten Stall für ihre 150 Kühe, wie Tierwohl zukünftig aussehen kann. Eine Betriebsreportage der Fachjournalistin Ruth Annette Thiemann im Elite Magazin.
Kälbergesundheit im Fokus

Die Neufassung der Tierschutztransportverordnung (ab dem 1. Januar 2023) schreibt bei betriebsübergreifenden Transporten von Kälbern ein Mindestalter von 28 Tagen vor. Das erfordert größere Kapazitäten bei Platz und Fütterung und mehr Aufmerksamkeit für die Gesundheit der Kälber. In den anstehenden Wintermonaten ist besonderes Augenmerk auf die Atemwege zu richten.
Ein guter Immunstatus, ausreichend hochwertiges Futter, Platz, Luft und Licht und gute Betreuung sind die Säulen einer gesunden Kälberaufzucht. In den frühen Phasen wird der Grundstein für späteres Wachstum und Leistung gelegt.
Einsichtnahme für die Öffentlichkeit in das deutsche Transparenzregister wird neu geregelt
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 22. November 2022 in den verbundenen Rechtssachen C-37/20 und C-601/20 sieht vor, dass die Regelung der EU-Geldwäscherichtlinie ungültig ist, die EU-weit vorsieht, dass die Informationen über die wirtschaftlich Berechtigten der im Transparenzregister eingetragenen Gesellschaften oder anderen juristischen Personen in allen Fällen für alle Mitglieder der Öffentlichkeit zugänglich sind. Daher haben Mitglieder der Öffentlichkeit den Antrag auf Einsichtnahme bei Antragstellung nunmehr zu begründen und ein berechtigtes Interesse an der Einsichtnahme darzulegen.
Das steht auf der Internetseite des Registers: Stattgabe der Anträge von Mitgliedern der Öffentlichkeit gem. § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 GwG auf Einsichtnahme in das Transparenzregister ist aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 22. November 2022 (Az. C-37/20, C-601/20) bis auf weiteres ausgesetzt
Schweinezucht und Schweinemast (SUS) Ausgabe 6/2022
Die aktuelle Ausgabe der BRS-Verbandszeitschrift Schweinezucht und Schweinemast
(Ausgabe 6/2022) ist erschienen, u.a. mit Informationen zu folgenden Themen:
- Kein Plan beim Tierschutzplan
- Ferkel: Fuß vom Bremspedal
- Ferkelmarkt 2023: Bessere Preise in Sicht
- Globaler Fleischmarktwandelt sich
- Gülle ist mehr wert!
- Aminosäuren weniger verdaulich
- Zu wenig Eiweiß im Futter
- Betrieb Blomen: Tierwohl wird teurer
- Lohnt sich pauschalieren noch?
- Bestandssanierung richtig angehen
- Erfolg in der Kette
- Ferkelställe: Tipps für mehr Tierwohl
PwC-Studie: Standardprozesse für Datenlieferung im Rahmen der EU-Taxonomieanforderungen kaum vorhanden
Seit Anfang 2022 müssen Unternehmen zur EU-Taxonomie berichten, einem neuen Klassifikationssystem für
grüne Umsätze, Investitions- und Betriebsausgaben
, informiert PwC auf ihrer Internetseite. Nadja Picard, Partnerin und Global Reporting Leader bei PwC Deutschland, infomiert über die Umfrage bei 170 Unternehmen. Etwa jedes dritte Unternehmen (31 %) nutzt dezidierte Reportingtools für die Nachhaltigkeitsberichterstattung – nur 9 % verfügen über ein Tool speziell für die Taxonomieberichterstattung.
DBV-Podcast "Eine Ampel-Zwischenbilanz und der Zukunftsbauer-Prozess"
Der Deutsche Bauernverband bietet in seinem neuen Podcast Aufs Korn genommen
Hintergründe rund um die Landwirtschaft und Agrarpolitik. In der zweiten Folge zieht der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, zunächst eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Ampel-Koalition als neue Bundesregierung und erläutert, wo aus Sicht der Landwirtschaft jetzt gehandelt werden muss. Außerdem werden einige aktuelle politische Entwicklungen angesprochen. Im zweiten Teil der Folge geht es in einem Gespräch mit der DBV-Vizepräsidentin Susanne Schulze Bockeloh um den #Zukunftsbauer-Prozess - also darum, wie mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft, mehr Wertschöpfung auf den Betrieben und ein Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen werden kann.
Milch-Branche gewinnt 2022 Wertschätzung aus Verbraucherreihen
In der deutschen Bevölkerung zeichnet sich eine positive Entwicklung in der Einstellung zu Milch und Milchprodukten ab. Das ergab eine repräsentative Erhebung im Auftrag der Initiative Milch. So sind Verbraucher:innen im Jahr 2022 noch mehr als 2021 überzeugt davon, dass Milchprodukte wichtige Erzeugnisse aus Land- und Milchwirtschaft in ländlichen Regionen sind sowie ein Lieferant wertvoller Nährstoffe. Tierwohl und Klimaschutz beschäftigen die Verbraucher:innen unverändert, gleichzeitig schätzen Verbraucher:innen die Vielfalt, die Milchprodukte auf dem Esstisch bieten.
Schweinebestand in NRW um 5,0 Prozent auf 5,8 Millionen gesunken
Am 3. November 2022 hat es in den nordrhein-westfälischen Betrieben mit Schweinehaltung 5,78 Millionen Schweine gegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse der repräsentativen Schweinezählung mitteilt, war die Zahl der Schweine damit um 5,0 Prozent niedriger als im Mai 2022 (damals: 6,1 Millionen Schweine). Rund 5 670 Betriebe in Nordrhein-Westfalen hielten im November 2022 einen Mindestbestand von 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen. Das waren 350 Betriebe weniger als im Mai 2022. Insgesamt sank die Zahl der Mastschweine um 6,6 Prozent auf 2,76 Millionen Tiere. Rückgänge gab es auch bei Ferkeln (auf 1,63 Millionen; −8,6 Prozent) und bei Zuchtschweinen mit mehr als 50 Kilogramm Lebendgewicht (auf 332 700 Tiere; −4,4 Prozent). Der Bestand von Jungschweinen stieg dagegen um 6,2 Prozent auf 1,06 Millionen Tiere.
Fast 80 Prozent der Milch in Deutschland sind gentechnikfrei
Fast 80 Prozent der Milch in Deutschland und damit rund vier von fünf Litern werden hierzulande gentechnikfrei hergestellt. Das hat die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) nun im Auftrag des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) ermittelt. Die meisten Milchpackungen in den Supermarktregalen sind inzwischen mit dem Ohne GenTechnik
-Siegel ausgezeichnet.