BRS News

12.06.2020

700 bis 1400 potenzielle Wolfreviere sind denkbar

BRS-Weideschild: Wölfe fressen kein Gras

In Deutschland gibt es 700 bis 1400 potenzielle Wolfsreviere. Das ergab eine Studie, die im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt wurde. Unsere Studie zeigt, dass etwa drei Mal mehr potenzielle Wolfsreviere existieren, als Fachleute bislang angenommen hatten, erläutert Prof. Dr. Stephanie Kramer-Schadt, Leiterin des Fachgebietes für Planungsbezogene Tierökologie an der Technischen Universität Berlin. Die Wissenschaftlerin betont gleichzeitig: Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Zahl an Wolfsrudeln wünschenswert ist oder dass die Ausbreitung der Wölfe in Deutschland in diesem Umfang zu erwarten ist. In der Studie haben wir uns darauf konzentriert, die Lebensräume von Wölfen genau zu analysieren und anhand dieser Daten für ganz Deutschland zu ermitteln, wie viele potenzielle Lebensräume es hier gibt.

 
12.06.2020

Macht eine Verlängerung der Rastzeit bei Kühen mit hoher Leistung Sinn?

Die Forderung Jedes Jahr von der Kuh ein Kalb ist mittlerweile überholt. Davon zeugen die gerade in jüngerer Zeit immer zahlreicher werdende Publikationen. Prof. Dr. Katrin Mahlkow-Nerge von der Fachhochschule Kiel befasst sich daher im Proteinmarkt-Fachbeitrag unter anderem mit der Frage, wie sinnvoll bzw. erfolgreich es ist, Kühe mit hoher Milchleistung in der Frühlaktation zum Beispiel vor dem 80. Laktationstag zu besamen. Dazu stellt sie Ergebnisse eines Praxisbetriebs mit sehr hohen Milchleistungen in Kombination mit Literaturstudien vor.

 
12.06.2020

DLG-Merkblatt 454 "Ferkelkastration unter Inhalationsnarkose"

Das DLG-Merkblatt 454 soll als Hilfestellung für AnwenderInnen der Inhalationsnarkose mit Isofluran zur Optimierung der Arbeitsabläufe dienen und Anwendertipps aus Praxiserhebungen anschaulich darstellen. Die im Merkblatt beschriebenen Erfahrungen und Abbildungen stammen aus zwei BMEL-geförderten Projekten, bei denen die Praxistauglichkeit der Injektionsnarkose sowie der Inhalationsnarkose im Vordergrund standen.

 
12.06.2020

Corona: Landwirtschaft zeigt sich weltweit widerstandsfähiger als andere Wirtschaftssektoren

Die Lebensmittelmärkte werden aufgrund von COVID-19 noch viele Monate lang mit Unsicherheiten konfrontiert sein, aber der Agrar- und Lebensmittelsektor wird sich wahrscheinlich widerstandsfähiger gegen die Pandemiekrise zeigen als andere Sektoren, so ein neuer Bericht, der am 11. Juni von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) veröffentlicht wurde.

Der Food Outlook-Bericht enthält die ersten Prognosen für die Produktions- und Markttrends in den Jahren 2020-2021 für die weltweit am meisten gehandelten Nahrungsmittel - Getreide, Ölpflanzen, Fleisch, Milchprodukte, Fisch und Zucker: Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren - in unterschiedlichem Ausmaß - in allen von der FAO bewerteten Nahrungsmittelbereichen spürbar. Obwohl COVID-19 eine ernsthafte Bedrohung für die Ernährungssicherheit darstellte, zeigt unsere Analyse insgesamt, dass sich die Märkte für landwirtschaftliche Rohstoffe aus globaler Sicht als widerstandsfähiger gegenüber der Pandemie erweisen als viele andere Sektoren. Angesichts der Größe der Herausforderung und der enormen Unsicherheiten, die damit verbunden sind, muss die internationale Gemeinschaft jedoch weiterhin wachsam und bereit sein, gegebenenfalls zu reagieren, so Boubaker Ben-Belhassen, Direktor der FAO-Abteilung Handel und Märkte.

 
11.06.2020

Für Leistung & Wohlbefinden: Projekt erforscht, warum manche Milchkühe robuster sind

Ein Kooperationsprojekt mit dem Titel Mitochondriale Funktionalität bei der Milchkuh geht der Frage nach, inwieweit die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, für die Stoffwechselstabilität bei Milchkühen verantwortlich sind. In einem multidisziplinären Ansatz arbeiten Prof. Dr. Korinna Huber vom Fachgebiet Funktionelle Anatomie der Nutztiere und Prof. Dr. Jana Seifert vom Fachgebiet Feed-Gut Microbiota Interaction an der Universität Hohenheim dazu mit Wissenschaftlern von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Braunschweig zusammen. Am FLI lebt auch die Herde mit ca. 60 Holstein-Rindern, die für das Projekt untersucht wurden.

 
11.06.2020

ICAR / Interbull-Konferenz im Jahr 2021

ICAR-Vorstand und der Interbull-Lenkungsausschuss haben sich am 28. April 2020 dafür ausgesprochen, die ICAR/Interbull-Konferenz vom 26. bis 30. April 2021 in Leeuwarden, Niederlande, abzuhalten. In den kommenden Monaten finden Sie hierzu weitere Informationen auf der Konferenzseite.

 
11.06.2020

MSD Tiergesundheit schreibt Preis der Tiergesundheit 2020 aus

Der im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Preis der Tiergesundheit soll auch in 2020 Landwirtinnen und Landwirte auszeichnen, die besondere Konzepten zur Verbesserung der Tiergesundheit entwickelt haben. In den Kategorien Rindermast, Eutergesundheit und Saugferkelmanagement können sich Betriebe bewerben, die mit ihren innovativen Ideen und Konzepten das Tierwohl von Rindern und Ferkeln verbessern wollen. In jeder Kategorie werden jeweils drei Betriebe mit einem zweckgebundenen Preisgeld ausgezeichnet. Die Bewerbungen können zwischen 1. Juni und 30. September 2020 eingereicht werden. Auf die ersten 25 BewerberInnen jeder Kategorie wartet zudem ein kleines Dankeschön. Jeweils 6 Expertinnen und Experten aus Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie von Verbänden aus dem veterinärmedizinischen und landwirtschaftlichem Bereich bilden die Jury in jeder Kategorie.

 
11.06.2020

Neuregelung für Saisonarbeitskräfte schafft Planungssicherheit für die Landwirte

Um die Ernten auch in der Corona-Pandemie zu sichern und gleichzeitig den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, hatte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, gemeinsam mit dem Bundesinnenminister und unter Einbeziehung des Robert-Koch-Instituts Anfang April einen verantwortungsvollen Korridor zur Einreise von Saisonarbeitern geschaffen. Im April und Mai durften jeweils 40.000 Saisonarbeitskräfte unter strengen Auflagen einreisen. Ende Mai wurde die Regelung bis zum 15. Juni verlängert. Bisher sind circa 39.000 Saisonarbeitskräfte eingereist.

Das gesamte Konzeptpapier finden Sie hier.

 
10.06.2020

Debattenbeitrag: Abgeordente von Bündnis 90/ Die Grünen fordern zeitgemäße Regulierung des Gentechnikrechts

Abgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen haben heute ein Thesenpapier auf der Internetseite ihrer Partei veröffentlicht, mit dem sie eine Debatte zur Bewertung der neuen Gentechnik anstoßen wollen. Es ist unsere Aufgabe als ökologisch-soziale Partei, Anwendungen der Biotechnologie differenziert nach ihrem Potential und möglichen Risiken für eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft zu bewerten – sowohl lokal als auch global, heißt es zu Beginn. Und: Es gibt keine gute oder schlechte Gentechnik – wir als Gesellschaft müssen Anwendungsbereiche anhand von Risiken und Chancen diskutieren und definieren.

Dass die Thesen auf der eigenen Seite veröffentlicht werden, hat einen Grund. Die größten Gegner sitzen in der eigenen Partei. Die Journalistin Kathrin Zinkant nimmt für die "Süddeutsche Zeitung" eine Einordnung des Vorstoßes vor.

 
10.06.2020

Green Deal für die Landwirtschaft: Mehr Nachhaltigkeit durch Biotechinnovationen

Die EU-Kommission meint es ernst: Nach dem Green Deal, dem großen Plan für ein klimaneutrale EU bis 2050, hat sie nun die ersten beiden konkreten Strategien vorgelegt: Vom Hof auf den Tisch soll die Lebensmittelsysteme nachhaltiger machen, Biodiversität die Ökosysteme besser schützen. Umweltverbände und Klimaschützer begrüßen die ehrgeizigen Pläne. Doch zugleich hagelt es massive Kritik, weil die neuen genomischen Verfahren in der Pflanzenzüchtung kein Tabu mehr sind.