Montbéliarde nicht mehr Äquirasse zu Fleckvieh
ASR - Auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen (ASR) am 21.7.2026 in Seligweiler wurde einstimmig beschlossen, dass ab dem Stichtag 1.10.2026 keine neuen Montbéliarde-Tiere in die Fleckvieh Herdbücher aufgenommen werden. Nachdem die Versuche zum Genaustausch zwischen den beiden Rassen Anfang der 1990er- Jahre keine nachhaltigen, zuchtrelevanten Ergebnisse hervorbrachten, entwickelten sich beide Rassen in unterschiedliche Richtungen weiter. Konsequenterweise wurde nun einstimmig auf höchster Ebene beschlossen, beide Rassen, analog zu den beiden Partnerländern im Fleckviehverbund Österreich und Tschechien, auf Herdbuchebene zu trennen. Den deutlichen Vorsprung, den Fleckvieh als klassische Doppelnutzungsrasse mittlerweile in den Bereichen Milch, Fleisch, Gesundheit, aber auch in funktionalen Merkmalen besitzt, lassen diesen Schritt im Sinne des Schutzes der Landwirte nötig werden, um beide Rassen deutlich voneinander abzugrenzen und auf Zuchtebene erkenntlich zu machen.





