Der NRW-Milchmarkt in der ersten Jahreshälfte 2026
Die Halbjahrespressekonferenz der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. (LV Milch NRW) fand am Auktionsstandort der Rinder-Union West eG (RUW) in Krefeld, statt. Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der LV Milch NRW, erläuterte die Lage auf dem NRW-Milchmarkt: Die Verbraucherpreise für Milch und Milchprodukte seien in den vergangenen Monaten insgesamt leicht zurückgegangen. Eine Ausnahme stellten jedoch die niedrigen Butterpreise dar, die sich nahezu halbiert hätten. Milch und Milchprodukte erfreuen sich sowohl auf der Verbraucherseite als auch im Handel einer anhaltend hohen Nachfrage
, erklärte Hans Stöcker, Rheinischer Vorsitzender der LV Milch NRW. Gleichzeitig stehen die Milchviehbetriebe wirtschaftlich unter Druck. Trotz der guten Nachfrage liegt der Auszahlungspreis für Milch unter dem Vorjahresniveau, während die Kosten – unter anderem für Energie, Düngemittel und weitere Betriebsmittel – weiterhin hoch sind. Politik und Gesellschaft sind deshalb gemeinsam gefordert, die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige und sichere Lebensmittelversorgung in Deutschland zu schaffen. Angesichts geopolitischer Konflikte und wachsender Abhängigkeiten gewinnt eine starke heimische Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung.





