BRS News Schwein

21.06.2024

Web-Anwendung InKalkTier - Interaktives Kalkulations- und Informationssystem für Tierhaltungsverfahren

InKalkTier ist eine neue, kostenlose Web-Anwendung des KTBL, in der eine Vielzahl von Haltungsverfahren für Rinder, Schweine, Hühner und Puten detailliert beschrieben werden. Zudem liefert die Web-Anwendung Bewertungen der Verfahren hinsichtlich Tiergerechtheit, Emissionspotenzialen sowie Investitionskosten. Zurzeit bietet InKalkTier für die Schweinemast alle vorgesehenen Bewertungen an. Für die Milchkuhhaltung sind die Bewertungen der Tiergerechtheit und des Geruchs sowie teilweise die Investitionskosten vorhanden. Bei allen Produktionsrichtungen werden die Inhalte kontinuierlich erweitert. Die Bewertungen in InKalkTier sollen Tierhalterinnen und Tierhaltern sowie Mitarbeitenden von Planungsbüros, Beratungseinrichtungen und Genehmigungsbehörden eine Abschätzung des Emissionspotenzials und der Auswirkung auf die Tiergerechtheit bieten.

 
21.06.2024

Leitfaden zur Altanlagensanierung nach TA Luft

Die nach TA Luft bei immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Tierhaltungsanlagen geforderten baulich-technischen Maßnahmen zur Emissionsminderung sind nicht nur bei neuen Anlagen einzusetzen, sondern auch bei bestehenden Anlagen innerhalb bestimmter Fristen nachzurüsten. Dies betrifft insbesondere den Einsatz von Abluftreinigungseinrichtungen einschließlich der hierfür erforderlichen Einrichtungen zur Überwachung der für den ordnungsgemäßen Betrieb relevanten Parameter und deren Aufzeichnung in einem elektronischen Betriebstagebuch. Die Nachrüstung von Abluftreinigungseinrichtungen hat für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige G-Anlagen (u.a. ab 2.000 Mastschweine- oder 750 Sauenplätze) bis zum 1. Dezember 2026 zu erfolgen. Aufgrund dieser engen Frist und um den Informationsbedarf schnellstmöglich zu decken, hat die KTBL-Arbeitsgruppe Handhabung der TA Luft bei Tierhaltungsanlagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Genehmigungsbehörden, Beratungseinrichtungen und Planungsbüros sowie Betriebsleitern einen Leitfaden erstellt.

 
21.06.2024

Abschlussbericht für das Projekt EmiDaT – Emissionsdaten für Milchkuh- und Mastschweineställe

In dem Projekt Ermittlung von Emissionsdaten für die Beurteilung der Umweltwirkungen der Nutztierhaltung (EmiDaT) wurden bundesweit Emissionsdaten für Milchkuh- und Mastschweineställe ermittelt. Dabei wurden Emissionen von Ammoniak und Geruch sowie Methan aus offenen Stallsystemen gemessen. Darüber hinaus wurden Rahmenparameter erhoben, die zur Ableitung von Emissionsfaktoren notwendig sind. Neben einer ausführlichen Methodenbeschreibung beinhaltet der Abschlussbericht des Projektes getrennt nach Milchkuhbetrieben ohne Weidehaltung, Milchkuhbetrieben mit Weidehaltung und Schweinemastbetrieben mit und ohne Auslauf die Erhebungsdaten sowie Managementempfehlungen und Schlussfolgerungen.

 
21.06.2024

Tagungsergebnisse zur KTBL-Tagung „Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen für die Tierhaltung“

In diesem Jahr fand die KTBL-Tagung Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen für die Tierhaltung am 4. Juni in Hildesheim und am 19. Juni in Ulm statt. Mehr als 200 Personen folgten der Einladung. Die Tagungsunterlagen der Referentinnen und Referenten können auf der Website des KTBL kostenfrei heruntergeladen werden. Demnächst werden die Folien der Beiträge folgen.

 
21.06.2024

16. Tagung: Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung

Vom 11. und 12. September 2024 findet in Freising die 16.Tagung: Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung statt. Auf der Tagung werden Beiträge zu aktuellen Forschungsergebnissen, zu effizienten und erfolgversprechenden Lösungsansätzen, aber auch zu zukünftigen Entwicklungen und Konzepten für eine nachhaltige Tierhaltung präsentiert. Ebenso werden innovative wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen vorgestellt und diskutiert.

 
21.06.2024

Ferkelfütterung mit verarbeiteten tierischen Proteinen

Seit Herbst 2021 dürfen verarbeitete tierische Proteine in der Europäischen Union in der Fütterung von Nutztieren eingesetzt werden. Dies darf allerdings grundsätzlich nicht innerhalb derselben Art erfolgen, um Kannibalismus auszuschließen. Damit dürfen verarbeitete tierische Proteine von Schweinen nur für Geflügelfutter und verarbeitete tierische Proteine von Geflügel nur für Schweinefutter genutzt werden. Verarbeitete tierische Proteine von Rindern dürfen generell nicht verwendet werden. Da heutige Produkte nicht mehr mit den Fleisch- bzw. Fleischknochenmehlen aus der Zeit vor der BSE-Krise vergleichbar sind, müssen die Einsatzmöglichkeiten der aktuellen verarbeiteten tierischen Proteine in Fütterungsversuchen geprüft werden. Dazu wurden in einer Studie Ferkelrationen mit verarbeiteten tierischen Proteinen mit Ferkelrationen auf rein pflanzlicher Basis verglichen. Die Ergebnisse der Studie von W. Preißinger, F. Ahrens und S. Scherb, LfL Bayern, können in einem aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrag nachgelesen werden.

 
20.06.2024

Eine wissenschaftliche Einordung des neuen DGE-Positionspapiers zur veganen Ernährung

Seitdem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) vergangene Woche ihr neues Positionspapier zur veganen Ernährung veröffentlicht hat, gab es zahlreiche Stimmen in klassischen und sozialen Medien. Motto: Nun endlich gäbe es eine klare Empfehlung für vegane Ernährung der offiziellen Fachgesellschaft in Deutschland.

Tatsächlich ist das keineswegs der Fall, informiert der Ernährungswissenschaftler Dr. Malte Rubach. Eine Vegane Ernährung erfüllt die Anforderungen an optimale Nährstoffversorgung und Umweltschutz nur bei Supplementierung. Als bevölkerungsweite Empfehlung zur Ernährung ist sie im Sinne der Ernährungssicherheit nicht geeignet.

 
20.06.2024

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (TierHaltKennzG) – innerdeutsche Wettbewerbsverzerrung vermeiden

Am 18.06. hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Auslegungshinweise / Kriterienkataloge für das im August 2023 beschlossene Tierhaltungskennzeichnungsgesetz erlassen.

Der BRS begrüßt diese pragmatischen Auslegungen ausdrücklich. Insbesondere die Möglichkeit, Haltungsformen über eine Onlineplattform unbürokratisch anzuzeigen. Trotzdem hat die Wirtschaft weiterhin große Bedenken zu diesem Gesetz.

 
20.06.2024

BIG Challenge 2024 erstmals in Grebendorf

BigChallenge2024
© Paul Strassner

Jeder kennt jemanden, der mit Krebs zu tun hat. Zwar gibt es heute vielversprechende Therapien, doch die Forschung muss weiter vorangetrieben werden. Genau hier setzt die Bewegung BIG Challenge an. Der vor zehn Jahren von Landwirten gegründete Verein organisiert einmal im Jahr ein Sport- und Benefizevent. Wer als Läufer, Walker, Rennrad- oder E-Bike-Fahrer teilnimmt, spricht im Vorfeld Sponsoren an und sammelt Spenden, die zu 100 % an die deutsche Krebshilfe weitergeleitet werden. In diesem Jahr fand das Sportfest erstmals in Grebendorf bei Eschwege (Hessen) statt. Am Samstag, dem 15.06. fiel der Startschuss für insgesamt 185 Teilnehmer aus NRW, Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen.

 
20.06.2024

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz - Allgemeines und Kriterien für Betriebsmeldung

Die Kennzeichnungspflicht gemäß Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (TierHaltKennzG) gilt zunächst für frisches Schweinefleisch, das von in Deutschland gehaltenen, geschlachteten und verarbeiteten Mastschweinen stammt. Alle Tierhalterinnen und Tierhalter von Mastschweinen im Alter von 10 Wochen bis zur Schlachtung sind jetzt aufgefordert, bis zum 01.08.2024 die Haltung in einer Haltungseinrichtung der zuständigen Behörde ihres Bundeslandes mitzuteilen und erhalten daraufhin eine Kennnummer, die die Haltungsform belegt. In Niedersachsen ist das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) die zuständige Behörde zur Erteilung der Kennnummer.

Um eine Kennnummer zu erhalten, bedarf es der fristgerechten Mitteilung der Haltungseinrichtungen durch Tierhalter/-innen bis zum 01.08.2024.